Wirtschaft

Januar 2011

Der Ruf nach ausländischen Arbeitskräften 

Sehr geehrter Herr Professor Hundt,

Ihren Ruf nach ausländischen Arbeitskräften habe ich in den Medien verfolgt.

Die Tatsache, dass man in einem Land wie Deutschland eine solche Einladung aussprechen muss, ist mehr als traurig!

Es wird immer von dem Anspruch auf höhere Bildung gesprochen, aber es hat den Anschein, dass es nur bei Worthülsen bleibt und der Wunsch vor dem Aufgreifen des Problems versickert.

Sie erklärten, dass bei den ausländischen Arbeitskräften Sprachkenntnisse und Ausbildung entschieden gefordert werden. 

Ein wichtiges Kriterium wird hier allerdings völlig vernachlässigt: Die Gesinnung! Hier geht es auch um unsere Kultur!

Bei der Auswahl ist gewissenhaft darauf zu achten, dass die Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleibt. 

Eine rein kommerziell ausgerichtete Gesellschaft ohne Anspruch auf die Weiterentwicklung unserer Kultur, auf die ja unser Wirtschaftssystem gebaut ist, wäre fatal!

Ich meine, das sollten Sie - bei aller "Political Correctness" - offen und engagiert ansprechen. 

Als Präsidentin von proCulture erbitte ich freundlichst Ihre geschätzte Antwort zu diesem heiklen Thema, welches unser Verein sehr intensiv verfolgt.

 

Mein Kommentar  

Trotz mehrfacher Anfrage zu diesem Thema, hat proCulture bisher keine Antwort von Herrn Prof. Hundt erhalten.

Man kann somit durchaus interpretieren, dass Herr Prof. Hundt seine Erklärungen und Entscheidungen aus eindimensionaler Sicht - nämlich aus der Sicht des Kommerz - trifft.

Die Achtung unserer Kulturen zählt offensichtlich nicht zu seinen Herzensangelegenheiten.

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