Wirtschaft

Juli 2014

Wieder eine Fehlentscheidung: Diesmal Katar

Schon oft stellte man sich die Frage, wie Entscheidungen für Austragungsorte von Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften getroffen werden.
Schmiergeld-Vorwürfe und Korruptionsanschuldigungen machten die Runde.

Der Kommerz siegt auch hier über die Ethik.
Beispiele gibt es genug, ob China, Sotschi oder Brasilien.

Die Katar-WM 2022 ist als Austragungsort wieder einmal mehr sehr umstritten.
Die Meldungen klingen verheerend: Vorort werden Menschenrechte aufs Äußerste verletzt.

Wie in Sao Paolo wird in Katar Sklavenarbeit geduldet und nicht hinterfragt.
Sicherheit und Auskommen für die Arbeitnehmer scheinen hier niemanden zu interessieren. Die skandalösen Bedingungen -  hauptsächlich aus Indien und Nepal stammenden Arbeitskräften - haben schon vielen das Leben gekostet.

Insbesondere in Brasilien wurden – wie zuvor in Sotschi -  die Armen kurzerhand aus ihren Häusern geworfen und weit weg vom Geschehen angesiedelt. Das Elend und die Armut sollten das in die Welt gesendete Bild des Landes nicht stören.

Klimaschutz adé:
In Katar werden die Stadien mit gewaltigen Summen in die Wüste gebaut, die dann zusätzlich mit hohem Energieaufwand klimatisiert werden müssen.

In Brasilien wurde in Manaus ein Stadion mitten in den Regenwald gebaut.
Die Nachnutzung der Stadien ist völlig ungeklärt.

Wo bleibt die Stimme der Ethikkommission des Weltverbands?

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