Gesellschaft

Februar 2013

Geiz und Gier sind geil – auf Kosten anderer!

Hier ein aktuelles Beispiel:

In der Sendung des ZDF am 19.02.2013 um 20:15 Uhr mit dem Titel „Wie gut sind No-Name-Lebensmittel?“ wurde ein Vergleich zwischen hochpreisigen Markenprodukten und so genannten No-Name-Produkten gezogen.

Das Resumé war: Bei vielen Lebensmitteln gibt es kaum Qualitätsunterschiede zwischen Discount- und Markenprodukten.

Neben der Qualität und dem Preis wurde aber auch die Kostenseite in der Produktion bewertet. Hier zeigte sich klar, dass für die Herstellung von No-Name-Produkten sehr oft auf unterbezahlte Hilfskräfte aus dem osteuropäischen Ausland zurück gegriffen wird.

Und das ist das Problem!

Die allzu simple Aussage in dieser Sendung zu diesem Punkt war: Dass kann ja der Konsument beim Kauf von No-Name-Produkten berücksichtigen.

Problem erkannt, jedoch nicht gebannt!

Es dürfte doch mehr als klar sein, dass es kaum einen Menschen gibt, der beim Griff nach einem Billigprodukt an die Herstellung eben dieses Produktes denkt.

Menschen mit der Einstellung „Geiz ist geil“, werden sich wohl kaum Gedanken hierzu machen und wenn doch, wäre ihnen wahrscheinlich egal, dass hier Menschen in großem Stil ausgebeutet werden.

Es gibt nur eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen: Einführung des Mindestlohns.

Da die „Geiz-ist-Geil-Menschen“ dieses Problem nicht aus der Welt schaffen werden, sind die Politiker gefordert. Die haben das Problem zwar schon lange erkannt, folgen aber in unethischer Weise in steigendem Maße den Lobbyisten. Gerade Verbraucherministerin Aigner verhindert seit je her die von NGO’s und anderen Initiativen geforderte Transparenz im Lebensmittelrecht und erweist den sie führenden Lobbyisten damit einen Bärendienst. Mit ihren permanenten Beschwichtigungsankündigungen kommen wir hier keinen Schritt weiter.

proculture wünscht sich, dass man unethisch und unprofessionell handelnde Politiker abwählen kann. Das wäre ein Schritt in Richtung „ethische Wirtschaft“.

Handeln wir!

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