Finanzen

Oktober 2014

Griechenland – ein Entwicklungsland?

Hilfspakete für die Banken, Daumenschrauben für das Volk.
Banken im Aufwind, Bürger im Absturz

Griechenland ist ein Land in Verzweiflung.
Viele sind des Kampfes müde und sehen im Verlust ihrer Menschenwürde nur noch den Ausweg im Freitod.
Sehr viele Menschen haben ihren Job verloren und drehen sich im Teufelskreis. Nach einer Arbeitslosenzeit von zwei Jahren verlieren sie ihren Anspruch auf Krankenversicherung. Ein Drittel der Griechen lebt bereits ohne soziale Absicherung. Krebspatienten warten vergeblich auf eine Therapie; Kinder erhalten keine Vorsorgeimpfung und Medikamente sind knapp oder nicht mehr verfügbar.
Während viele Entwicklungsländer Hilfe erhalten, geht das griechische Volk leer aus.

Keine Hilfe von Politikern

Der Rest der Normalverdiener leidet unter den drastischen, von der Politik verordneten Sparmaßnahmen, während die Reichen der Reichsten des Landes um jegliche Besteuerung ganz legal herum kommen.
Diese berufen sich auf das Steuerrecht, welches in der griechischen Verfassung festgeschrieben ist.

Steuermoral und Verantwortung? Fehlanzeige!

Viele Reeder haben ihr Vermögen rechtzeitig außer Landes gebracht und hinterziehen so nach wie vor im großen Stil Abgaben an den Fiskus.
Einer Studie zufolge rechnen viele Freiberufler wie Ärzte, Ökonomen, Journalisten und Vertreter der Unterhaltungsbranche bewusst ihr Einkommen klein.
Steuerhölle für die Kleinverdiener, Steuerparadies für die Reichen.

Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Die Politik und die langsame Bürokratie bremsen die dringend
notwendigen Maßnahmen aus.

Man kann nur hoffen, dass diese Situation nicht so lange andauert, bis die „Durchschnittsgriechen“ in völliger Hoffnungslosigkeit untergegangen sind.

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