Finanzen

August 2011
Spekulantenhaie – nein danke! Europapolitik – ja bitte!

Europa kann nur mit einer gemeinsamen disziplinierten Politik und sehr entschlossen gegen diese Zocker vorgehen.

Nur eine starke Europapolitik kann die Finanzkrisen der einzelnen Länder schultern.

Man wettet auf fallende Kurse. Das Ramschgeschäft blüht!

Ein schändliches Vorgehen dieser Zocker, die mit ihrer unbegrenzten Gier die ganze Welt in eine böse Krise ziehen.

Überall scheint das Hoch auf den zügellosen Kapitalismus uneingeschränkt toleriert zu sein und die Lobbyisten der Finanzinstitute diktieren den Politikern den Weg.

Die Politik hat die Macht und zudem noch Möglichkeiten diese gefährlichen Spekulationen einzudämmen.

Peinlich mit anzusehen ist das Bild der Politiker, die sich wie Marionetten von den Spekulanten ausnutzen lassen. Sie sind Getriebene und keine Gestalter mehr.

Endlose Rettungsschirme und permanente Nachbesserung werden nicht die ersehnte Lösung bringen.

Mit Zögern und Zaudern ist der europäischen Gemeinschaft nicht gedient.

Hinzu kommt die ständige Panikmache der Medien, die tagtäglich einen erheblichen Teil dazu beiträgt, die Bürger massiv zu verunsichern und ihre Zukunftsängste zu schüren. Das Spiel mit den Ängsten ist verachtenswert und äußerst unethisch!

Es verlangt vor allem nachhaltige Entscheidungen.

Ein europaweites Verbot der Leerverkäufe wäre notwendig, damit Hedge-Fonds nicht weiterhin die Finanzmärkte destabilisieren.

Ein drastisches Verbot gegen die gierigen Spekulanten wäre sinnvoll, ebenso ein Vorgehen gegen die gefürchteten Rating-Agenturen, die mit ihren Einstufungen die Länder im Finanzsektor gewaltig strudeln lassen können.

Euro-Bonds sind nicht unbedingt wünschenswert, aber eine realistische Maßnahme.

Einzelne Mitgliedstaaten  sollten allerdings nicht ihre Schulden auf Kosten anderer ausdehnen können. Es muss ein transparenter Druck auf die mangelnde Haushaltsdisziplin der schwachen EU-Länder ausgeübt werden.

Das Gebot der Stunde allerdings wäre:

Eine Radikalkur gegen die Engstirnigkeit und gegen das ständig egoistische Denken der Eitelkeiten in den einzelnen Ländern.
Das „Klein-Klein-Denken“ ist ein fatales Zeichen und würde sich in absehbarer Zeit in einen reißenden Strom gegen Europa entwickeln.

Die EU kann nur stark sein, wenn sie gemeinsam in einem europäischen Gedanken handelt. Um das Machtdenken der Politiker in den einzelnen EU-Ländern einzudämmen, braucht Brüssel eine größere Macht.

 

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